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8. Die biologische Uhr tickte, als drittes Ereignis ist der erste Tod

Vulkan Pichincha, Abstieg zur heißen Quelle
Vulkan Pichincha, Abstieg zur heißen Quelle

eines regierenden Herrschers zu vermelden, 34 n. Chr. stirbt der Tetrarch Philippus, seine Tetrarchie mit der neu erbauten Hauptstadt Caesarea Philippi bleibt vorerst führerlos.

9.  Während die bisherigen Krisen schnell unter Kontrolle ge­bracht werden konnten, beginnt im Jahr 35 n. Chr. eine Kri­se, die den ganzen Osten des Römischen Reiches in Aufregung versetzt.

In diesem Jahr stirbt der armenische König Artaxias, der mit Rom befreundet war. Der parthische Großkönig Arta­banos III. erwartet unter dem alternden Kaiser Tiberius den Niedergang Roms, erobert die armenische Haupt­stadt Arta­xata und setzt seinen ältesten Sohn Arsakes als armenischen König ein (Tacitus, Annalen 6,31 ff, Josephus, Alter­tümer 18,4,4).

Auf das Ende der römischen Macht im Osten werden Wetten angenommen.

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5.5.8.
Der geografische Ausgangspunkt des Urchristentums war Samaria-Sebaste. Hier war Jesus 36 n. Chr. gekreuzigt worden, von hier waren

Jerusalem, El Aksa-Moschee
Jerusalem, El Aksa-Moschee

die Proteste ausgegangen, die zur Absetzung des Pilatus geführt hatten. Hier wirkte Simon Magus, der die gnostische Jesus-Bewegung anführte und der in der christlichen Überlieferung zu Simon Petrus, dem Spre­cher der Jünger und der Apostel, wurde. Hier gab es die erste Täufer­gemeinde, die den gnostischen Geistempfang bei der Taufe noch nicht kannte, Act 8,12;16.

Und die große Rede des Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, in Act 7 atmet den Geist der samaritanischen Jesus-Bewegung des Jakobus: Stephanus verweist auf den samarita­nischen Messias, den Taeb, Act 7,37=Dt 18,15.

Hier startet die Mission mit Philippus in Act 8 und daran schließt Lukas in der Apostel­geschichte, nur unterbrochen von der Bekehrung des Paulus, die Missionstätigkeit des Petrus in Lydda, Joppe und Caesarea Maritima an.