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5.5.18.
Die Begegnung: In der Mission begegneten sich die Jesus-Gruppen aus den unter­schiedlichen Bewegungen, erkannten ihre Gemeinsamkeiten

Masada, Gewölbe
Masada, Gewölbe

und arbeiteten auch zusammen, blieben aber bei ihren getrennten Struk­turen und Herkunftsbewegungen.

Das wich­tigste Ereig­nis der Mission in Palästina war die Gründung von Gemeinden der Jesus-Gruppierungen in Jerusalem, die aber bis zum Ende des jüdischen Auf­stands konfessionell streng getrennt blieben. Die israeliti­sche Gruppie­rung des Jakobus wandelte sich dabei aus einer samaritanischen in eine judenchristliche Jesus-Gruppe.

Die Jesus-Gruppen trieben nicht nur friedliche Mission, sondern beteiligten sich auch an handfesten sozialen Konflikten. Ein Beispiel dafür ist die Hinrichtung des Jakobus und Petrus im Jahr 46 n. Chr., wahrscheinlich im Anschluss an eine Hungerrevolte, an dem sie führend beteiligt waren.

Der Tod der beiden führenden Apostel bedeutete einen großen Einschnitt in der Geschichte des Urchristentums.

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5.5.17.
Die Mission: Die Jesus-Gruppierungen waren dynamische Gruppen. Am wenigsten erfahren wir von einer Mission der Jakobus-Gruppe,

Masada, antike Gebäude
Masada, antike Gebäude

täuferische Gemeinden werden in der Apostelgeschichte mehrere Male erwähnt: in Samaria, Act 8,16 und in Ephesus Act 19,1ff, wo es heißt, sie waren nur getauft auf den Namen Jesus bzw. mit der Taufe des Johannes, der Heilige Geist fehlte ihnen noch.

Am Eindrucksvollsten war die Mission der Petrus-Gruppe, Petrus selbst tritt in Act 10 als Missionar auf, in der Petrus-Mission ist die Taufe bereits integriert, so dass man die Petrus-Mission als letzte Stufe der Mission ansehen kann, die sich in der allgemein-christlichen Mission  fortsetzte.