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5.5.21.
Eine ökumenische Begegnung: Zwischen 62 und 64 n. Chr. fand in Jerusalem das Apostelkonzil statt, auf dem die Heidenapostel

Hatuscha, Löwentor
Hatuscha, Löwentor

Paulus und Barnabas den Häuptern der palästinischen Jesus-Gruppierungen des Petrus, des Jakobus und des Johannes begegneten.

Die Berichte über das Apostelkonzil zeigen, dass die Jesus-Gruppen in Palästina noch als Einzelorganisationen bestanden, aber zusammen­arbeiteten und dass Paulus und Barnabas als Vertreter der heiden­christlichen Gemeinden aner­kannt, aber ihre Arbeit auch misstrauisch beäugt wurde.

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5.4.5.
Petrus und Jakobus, die Gründer der Petrus- und der

Jerusalem, Felsendom (Omar-Moschee)
Jerusalem, Felsendom (Omar-Moschee)

Jakobuskirche (Erläuterungen dazu später), starben 46 n. Chr., Ant 20,5,2.

5.4.6.
Paulus wurde zwischen 48 und 50 n. Chr. zum petrinischen Christen­tum bekehrt. Wie noch zu zeigen sein wird, lebte Paulus vor seiner Bekehrung am Hof des römischen Statthalters Paulus, der aber frühestens 48 n. Chr. seinen Statthalterposten in Zypern antrat.

5.4.7.
Das Apostelkonzil fand zwischen 62 und 64 n. Chr. statt, 14 Jahre nach der Bekehrung des Paulus (Gal 2,1), die etwa im Jahre 49 anzusetzen ist.

5.4.8.
Die Apostelzeit endet 70 n. Chr. mit der Zerstörung Jerusalems und des herodianischen Tempels.