229

Bei Homer wird aus dem großstädtisch geprägten Assyrien

Riesenlandschildkröte, Darwin-Station, Galapagos
Riesenlandschildkröte, Darwin-Station, Galapagos

die mächtige Stadt Troja, aus dem Brauch der Assyrer, Frauen als Kriegsbeute zu entführen, die Entführung Helenas, aus dem Schlachtentod Sargons II. der Tod des trojanischen Helden Hektor.

 

Aus Sargons Vater und Vorvorgänger Tiglatpilesar III. wurde der greise trojanische König Priamos, aus Sargons Bruder und Vorgänger, dem nur kurz regierenden Salmanasser V., der Kilikien zu einer assyri­schen Provinz machte, der unheldische Paris, der mit dem Raub der Helena den Kriegsgrund lieferte.

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228

(4) Assur und Troja:

In der Ilias bedient sich Homer des alten Trojastoffes,

Rápida, Galapagos
Rápida, Galapagos

um vom Kampf der zeitgenössischen freien Griechen gegen die assyrischen Großkönige zu erzählen.

 

Er ent­wirft das Gemälde des heroischen Kampfes der freien Achaier und Danaer gegen eine dem Untergang geweihte despotische Macht.

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227

Das Thema des nicht bestatteten Helden

Rápida, Galapagos
Rápida, Galapagos

ist in der Antike seit der zwölften Tafel des Gilgamesch aktuell.

 

Homer greift es nach der Ilias in der Person des Elpenor (Odyssee X,552ff) noch einmal auf, Vergil in Aeneis 5,883ff (Palinurus).

 

Im Evangelium des Markus bemühen sich Josef von Arimathäa (15,43ff) und die Frauen am Grabe (16,1ff) um die würdige Bestattung Jesu.

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225

(3) Zorn und Versöhnung:

Homer führt uns mit seinem Epos

Rápida, Galapagos
Rápida, Galapagos

in das assyrisch besetzte Kilikien des Schicksalsjahres 705 v. Chr. In dem langen Krieg zwischen den Griechen Kilikiens und der assyrischen Großmacht ist eine Wende absehbar.

 

Zu Beginn seines Feldzuges triumphiert der Großkönig noch, aber seine Tage sind gezählt. Die Ilias schildert die mehrwöchige Vorge­schichte der verheerenden Niederlage und des ruhmlosen Todes des assyrischen Königs Sargons II. (in der Ilias: der trojanische Held Hektor), dessen Leichnam unbestattet in der Hand seiner Feinde zurückbleibt.

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224

Homer, der poly­glotte junge Grieche in der assyrischen Schreibstube,

Pinguin, Isabela, Galapagos
Pinguin, Isabela, Galapagos

der alles las, was er in die Finger bekam, sah schon um 650 v. Chr. im ehrlosen Tod Sargons II. und in den religiösen Selbstzweifeln der assyrischen Elite den Anfang vom Ende der assyrischen Macht.

 

Hellsichtiger als andere erkannte er das nahe Ende der assyri­schen Kultur, später als Epiker rief er die Griechen als die wahren Erben Assurs aus.

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223

(2) Assyriens Untergang:

Im Jahre 705 v. Chr. besiegten und töteten die Kimmerer

Flamingo, Rápida, Galapagos
Flamingo, Rápida, Galapagos

den assyrischen König Sargon II. in einer Schlacht, die wohl so ähnlich ablief wie die Niederlage des römischen Feldherrn Varus im Jahre 9 n. Chr. beim heutigen Kalkriese.

 

Sargon blieb unbestattet auf dem Schlachtfeld liegen, In Assyrien entstand daraufhin die zwölfte Tafel des Gilgamesch­Epos, man diskutierte heftig deren Thema, das Schicksal des unbestatteten toten Kriegers.

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