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3. In Rom führen die Bemühungen Sejans, die sozialen Schran­ken

Vulkan Pichincha, Hügel über d. Hauptschlot
Vulkan Pichincha, Hügel über d. Hauptschlot

zwischen dem Ritterstand und dem kaiserlichen Hochadel zu überwinden, in die persönliche Katastrophe. Tiberius lässt Sejan am 18. Oktober 31 n. Chr. absetzen und sofort hinrich­ten und stellt die alte Machtordnung mit dem Kaiser an der Spitze wieder her.

Die Entmachtung Sejans schwächt in Palästina die Position Jesu und die des Pilatus. Jesus hat in Galiläa eine ähnliche Machtstellung, wie sie Sejan in Rom gerade zum Verhängnis wurde.

Die Gegenspieler Jesu haben nun neue Argumente gegen die Machtfülle des Statthalters Jesus in der Hand. Pilatus ent­stammt als römischer Ritter derselben Gesell­schafts­schicht wie Sejan und musste offiziell mit ihm zu­sam­men­arbeiten.

Da nun in Rom alle Kontakte Sejans überprüft werden, besteht für Pilatus ein Risiko, das ihn zwingt, alles zu tun, um in seiner Amts­führung zukünftig jeden Fehler zu vermeiden.

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