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13.     Die Passion: die historischen Ereignisse

Der Konflikt zwischen Rom und den Parthern 35/36 n. Chr. bildete die welt­historische Kulisse

Vulkan Pichincha, Schwefeldämpfe
Vulkan Pichincha, Schwefeldämpfe

für den Tod Jesu. In der Armenienkrise, die 35 n. Chr. ausbrach, wurde dieser Konflikt auf dem Boden der Klientel- oder Pufferstaaten von Armenien bis Palästina ausgetragen.

In Paläs­ti­na war die Lage durch die voran­gegangene Entlassung des populären Statthalters Jesus in Galiläa und den Tod des angesehenen Tetrarchen Philippus zu Beginn des Jahres 35 n. Chr. noch immer instabil.

Der orien­talische Teil der Bevölkerung wartete nur auf ein Zeichen römi­scher Schwäche, um sich – wie zwei Generationen zuvor gegen Herodes den Großen – mit einem nationalen Königtum unter die Oberhoheit des parthischen Großkönigs zu stellen.

Durch die Annalen des Tacitus und die Altertümer des Josephus sind wir über den weltpolitischen und den regionalen Konflikt in den Gründzügen informiert. Mit der Annahme, dass Jesus der samaritanische Prophet und Statthalter des Antipas war, können wir die Voraussetzungen und die Ereignisabfolge, die zum Tod Jesu führten, wesentliche besser verstehen.

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