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Das dritte Gleichniswunder: die Heilung des Aussätzigen.

Vulkan Pichincha, Krater
Vulkan Pichincha, Krater

Der Kranke stellt wieder das nichtjüdische Volk von Galiläa dar. Der Aussatz (Lepra) ist eine ansteckende und unheilbare Krank­heit, in der Antike wurde eine strenge Quarantäne durchgesetzt, die Krankheit schloss den Kranken aus der Gemeinschaft aus.

In Gleichniserzählungen dienen der Aussatz und der Aussätzige oft als Symbol für den Ausschluss aus der Gemeinschaft, z. B. aus der religiösen Gemeinschaft (so vermutlich schon 2. Könige 5).

Der Statthalter Jesus will alle Menschen in Galiläa unmittelbar dem Monarchen unterstellen, er braucht alle für den wirtschaft­lichen Aufbau, die Stärkung der Wirtschaftskraft des Fürsten­tums. Jesus will die Barrieren, die von der judäischen Aristo­kratie errichtet wurden, um die galiläische Bevölkerung von den Vorteilen aus der wirtschaftlichen Erholung fernzuhalten, nieder­reißen.

Jesus heilt den Aussätzigen. Das Wunder besteht nicht darin, dass Jesus Naturgesetze durchbrechen kann, sondern darin, das plötzlich jemand in der Lage ist, der nichtjüdischen galiläischen Bevölkerung die gleichen Rechte wie den jüdischen Bürgern einzuräumen.

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