316

Antipas wird von Josephus als wankel­mütig beschrieben, in der Krise des Jahres 6 n. Chr. stand sein Schicksal auf des Messers Schneide. Aber Antipas hielt sich noch über 30 Jahre und wurde erst 39 n. Chr., als er auf Anraten seiner ehrgeizigen Frau Herodias nach der Königswürde strebte, abgesetzt und nach Gallien verbannt.

(3) In Galiläa gab es eine Besonderheit, die noch erwähnt werden muss: Die Provinz war bis zum Ende des 2. Jahrhun­derts v. Chr. eine nichtjüdische Region (Matthäus 4,15; Jesaja 8,23), die kulturell mit Syrien verbunden war.

Im Jahre 104 v. Chr. erober­te der hasmonäischen König Aristobul I. Galiläa und gliederte es seinem judäischen Reich ein. Die galiläischen Aristo­kraten muss­ten den jüdischen Glauben annehmen, oder sie wurden durch ju­däi­sche Familien ersetzt.

Der Gegensatz einer ju­­däischen Aristo­kratie und einer heidnischen Unterschicht bil­de­te noch zur Zeit Jesu die besondere Konflikt­lage in Galiläa.

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