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Erläuterung:


Dass Menschen Netzwerke bilden, ist wahrscheinlich keine sehr origi­nelle Idee, sondern vielmehr ein Allgemeinplatz.

Boden, Häuser, Boote aus Schilf, Titicaca-See, Peru
Boden, Häuser, Boote aus Schilf, Titicaca-See, Peru


In der Evolutions­forschung ist zwar viel von Gruppen, von Gruppenaktivitäten, von gemeinsamen Aktio­nen die Rede, aber wenig von Netzwerken.

Im Mittelpunkt steht das Individuum, das uns in seinen archäologi­schen Überresten begegnet und dessen Sprach- und Kulturfähigkeit als Indivi­duum und als Teil der sozialen Gruppe diskutiert wird.

Der Begriff des Netzwerks geht insofern über den Begriff der Gruppe hinaus, als mit ihm die einzelnen Gruppenmitglieder in ihrer Individualität sowie ihre unter­schiedlichen Beziehun­gen innerhalb der Gruppe thematisiert werden.

Michael Tomasello spricht viel von der Gruppe und von gemeinsamen Aktivitäten und der gemeinsamen Intentionalität der Urmenschen, die Differenzierung in unterscheidbare Individuen mit Netzwerken vermisse ich aber bei ihm.

Robin Dunbar zeigt bei der Ermittlung der Gruppen­größe und der Erläuterung dazu, dass er die Anzahl der Bezie­hungen innerhalb der Gruppe im Blick hat, ohne daraus Überlegungen zu einem möglichen Netzwerk anzustellen.

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