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Dabei war eigentlich nie zweifelhaft, warum das menschliche Gehirn nicht weiter wachsen konnte.

"Zeremonienbrunnen", Machu Picchu, Peru
"Zeremonienbrunnen", Machu Picchu, Peru


Die Antwort liegt in der Biologie der menschlichen Fortpflanzung. Robert D. Martin erläutert das Problem in dem Aufsatz Die Evolution des menschlichen Körpers:

Die Dimension des Geburtskanals, der durch das Becken verläuft, stellt eine Grenze für den Kopfumfang eines Neugeborenen dar, und bei den Menschen sind die relevanten Dimensionen noch stärker reduziert, um den Umbau des Beckens für das zweibeinige Gehen ermöglichen zu können.

Die Größe des menschlichen Gehirns bei der Geburt hat bereits die Grenze erreicht, die ihm durch das Becken vorgegeben wird. Der menschliche Geburtsvorgang ist daher im Vergleich zu anderen Primaten einzigartig komplex geworden. Er schließt eine fortgesetzte Drehung mit ein, die das Neugeborene vollführen muss, um dann mit dem Kopf auf die Welt zu kommen, wenn er zum Rücken der Mutter zeigt.
(in: Fischer/ Wiegandt: Evo­lu­tion, S. 74-109, S. 105)

Hier hätte die Entwicklung zum Menschen eigentlich ihr Ende finden müssen. Der Geburtskanal der frühen Menschenfrau, die noch weit vom Homo sapiens und seiner Kultur entfernt war, blockierte das Gehirn­wachstum und so die schönen Ideen eines Descartes, Darwin, Kant oder Mayr.

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