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3. Das menschliche Gehirn muss auf andere Weise entstanden sein.

Festumzug, Cusco, Peru, 27. 8. 1989
Festumzug, Cusco, Peru, 27. 8. 1989


Eine Lösung zu kritisieren ist natürlich einfach und macht nur dann Sinn, wenn man eine bessere Lösung anzubieten hat. Daran scheiterten die bisherigen Lösungsversuche, dass Alternativen für das Münch­hausen­modell nicht gesucht oder nicht gefunden wurden.

Wenn der menschliche Geist bzw. die Kultur nicht der entscheidende Faktor war, der die Entwicklung des menschlichen Gehirns voran­getrieben hat, was war es dann? Da es nach der Theorie keine zielgerichtete Evolution gibt, muss der auslösende Faktor in der Population der frühen Hominiden gesucht werden. Bei der Lösung werde ich auf Untersuchungen von Primaten­forschern zurückgreifen, ich verweise auf die Thesen 9 ff.

4. Wenn Gehirn und Geist nicht zusammen entstanden sind, entsteht ein weiteres Problem: Was veranlasste das menschliche Gehirn, neben der ursprünglichen Funktion die zusätzliche Aufgabe, Sitz des mensch­lichen Geistes, der Sprache, des Bewusstseins, der Kultur zu werden, zu übernehmen?

Für diesen Funktionswechsel muss es einen konkreten Grund geben, der wiederum nicht finalistisch ausfallen darf, sondern auf der Basis der damals existierenden Populationen von Frühmenschen erkennbar sein muss, Thesen 13 ff.

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