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2. Wie ist das menschliche Gehirn entstanden?

Festumzug, Cusco, Peru, 27. 8. 1989
Festumzug, Cusco, Peru, 27. 8. 1989


Die Idee der Koevolution von Geist oder Kultur und Gehirn bzw. die gemeinsame und sich gegenseitig stimulie­rende Entwicklung von Geist/Kultur und Gehirn erinnert mich immer an den Freiherrn K. F. H. von Münchhausen. In seiner Wunderbaren Reise zu Wasser und zu Lande erzählt er die Geschichte, wie er sich samt Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht, in den er hineingeraten war.

Die Erzählung wider­spricht den elementaren Gesetzen der Physik (es fehlt der archime­dische feste Punkt), aber das störte weder den Erzähler noch seine Leser. Bei der Idee der Koevolution geht es seit Darwin darum, dass nach dem bedauerlichen Verlust des christlichen Schöpfergottes der menschliche Geist dessen Rolle übernimmt, sich am geistigen Schopf packt und sich und das Menschengehirn aus dem Sumpf der tierischen Geistlosigkeit herauszieht.

Anders gesagt: Der menschliche Geist und/oder die Kultur sollen die Evo­lution des Affen­gehirns zum menschlichen Gehirn fina­listisch über­wacht haben. Da keine andere Lösung verfügbar war, wurde übersehen, dass mit dieser Lösung Darwin selbst und seine Nachfolger der darwinschen Evolutionstheorie widersprachen.

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