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These 2

Evolution nicht zielgerichtet

Vase aus dem archäologischen Museum, Cusco, Peru
Vase aus dem archäologischen Museum, Cusco, Peru


Nach Darwin ist die biologische Evolution ergebnisoffen und nicht etwa zielgerichtet, das heißt sie kann nicht von ihrem Zielpunkt aus verstanden werden, sondern nur von ihrem Ausgangspunkt. Es muss eine kausale Argumentationskette, ausgehend vom Ausgangspunkt, aufgebaut werden. (Beispiel: die Vogelfedern sind nicht entstanden, um den Vögeln das Fliegen zu ermöglichen.)

Erläuterung:

Ernst Mayr schreibt dazu in seinem großen Werk über Die Entwicklung der biologischen Gedankenwelt (2002):

Darwins Theorie lehnte die Existenz eines finalistischen Faktors bei der Verursachung des evolutionären Wandels kompromißlos ab (S. 417)

Nach Darwin wirken die zwei Schritte der Evolution, 1. die genetische Variabilität und 2. die Auslese in jeder Generation von Lebewesen zusammen. Ein fernes Ziel der Evolution kann gar nicht angestrebt werden, weil die Zwischengenerationen längst ausgestorben wären, bevor sie das große Ziel erreicht hätten.

Denn die halbfertigen Organe (z. B. halbfertige Federn zum Fliegen) würden keinen Ausleseerfolg der Individuen, die mit ihnen ausgestattet wären, zeitigen.

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