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Mein Leserbrief vom 5. Februar 2008 (4. Fortsetzung):

Pelikane und Blaufußtölpel, Rápida, Galapagos
Pelikane und Blaufußtölpel, Rápida, Galapagos

In Galiläa vergleicht Markus Jesus mit Achill, dem stärksten Helden der Griechen. Wie Achill erst nach dem Tod seines Freundes Patroklos in das Kampfgeschehen eingreift, so beginnt Jesus die Verkündigung erst, als sein Vorläufer Johannes der Täufer gefangengesetzt ist.

 

In Jerusalem zeichnet Markus Jesus nach Hektor, dem größten Helden der Trojaner. Solange sich Pilatus aus dem Streit heraushält, kann Jesus in der Szene der Tempelreinigung seine Feinde auf deren eigenem Terrain, in dem stark befestigten Tempel, bedrängen – so wie Hektor in Ilias XII in das befestigte Lager der Griechen eindringt, die ohne Achill kämpfen müssen.

 

Die nächtliche Verratsszene mit Judas ist der Dolonie in Ilias X nachgebildet.

 

Jesus stirbt am Ende des Markus-Evangeliums, sein Tod verweist auf den angekündigten Untergang Jerusalems – so wie Hektors Tod am Ende der Ilias auf die bevorstehende Zerstörung Trojas.

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