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Bitte um Stellungnahmen …, mein Anschreiben (Fortsetzung 2)

Ich sehe Benedikt/ Ratzinger und die historische Jesusforschung, die er nicht negiert, sondern nur selektiv nutzt, auf demselben Weg, der die Vernunft als Vorstufe zum Glauben nutzen will.

Meerechsen, Fernandina, Galapagos August 1989
Meerechsen, Fernandina, Galapagos August 1989

Der Weg der Aufklärung, der Weg der modernen Wissenschaft ist aber die rigorose Trennung der Vernunft, der Wissenschaft von religiöser Bevormundung.

Dies hat zugleich die Autonomie der Religion, des Glaubens zur Folge. Die in der Aufklärung erkämpfte Trennung von Vernunft und Glaube, von Religion und Wissenschaft, wollen die Jesusforscher wieder rückgängig machen und tappen dabei in die Falle, in die schon die Scholastik mit ihren Gottesbeweisen getappt war.

 

Jesusforschung muss, wenn sie autonome historische Forschung sein will, von religiöser Einmischung frei sein. Sie muss von der Zumutung befreit werden, einen historischen Jesus als Vorstufe zum Christus des Glaubens zu liefern.

 

Das hat zur Folge, dass die Jesusforschung unter der modernen Prämisse des praktischen Atheismus (etsi deus non daretur) arbeiten muss. Ihre Ergebnisse müssen für Christen und Atheisten gleich plausibel sein.

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