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V  5   Die Phasen des Urchristentums

5.5.1.
Die herrschende Meistererzählung über die Phasen des Urchristentums geht in enger Anlehnung an die Evangelien und die

Jerusalem, Felsendom (Omar-Moschee)
Jerusalem, Felsendom (Omar-Moschee)

Apostelgeschichte so: Das Christentum entstand als eine innerjüdische Erneuerungs­bewe­gung. Jesus hat eine neue religiöse Botschaft verkündet und einen Kreis von Schülern um sich versammelt. Er hat zwölf Jünger berufen und zog mit Ihnen nach Jerusalem, wo sie einen Erfolg seiner Sendung erwarteten.

Als Jesus überraschend hingerichtet wurde, zerstreuten sie sich. Innerhalb von Tagen erschien ihnen Jesus in Visionen, die ihnen ihr Selbst­vertrauen und ihr Vertrauen in Jesus und seine göttliche Sendung zurückgaben. Sie sam­mel­ten sich in Jerusalem und begannen die Bot­schaft Jesu weiter­zutragen.

Die Apostel predigten zuerst unter den Juden, dann auch unter den Heiden. Nachdem sie sich auf dem Apostelkonzil auf die Aufteilung der Missions­gebiete geeinigt hatten, begann die Heidenmission in großem Stil mit den großen Missionsreisen des Apostels Paulus.

5.5.2.
Und das sind meine Thesen über die Phasen des Urchristentums:

Der Statthalter Jesus
Am Anfang des Urchristentums stand die Verehrung des Statthalters Jesus zwischen 6 und 32 n. Chr. Jesus war kein Weisheitslehrer, er hat keine religiöse oder philosophische Schule gegründet und keine Schüler um sich versammelt.

Der Statthalter Jesus war populär und seine Politik der Nach­ahmung des augusteischen Herrschafts­modells wurde von vielen Juden in Palästina und im ganzen Römischen Reich begrüßt.

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