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5.2.22.
Im Alten Testament wird der Tod Jesu zweifach beschrieben. Die 1. Stelle ist 1 Kön 13,24: Der Gottesmann ist Jesus, der Löwe steht

Jerusalem, Klagemauer
Jerusalem, Klagemauer

für den Römer Pilatus. In V. 28 heißt es, der Leichnam des Gottessmannes sei – entgegen der Vermu­tung – unbeschädigt geblieben. Das ist ein literarisches Zitat aus Homer, Ilias 24, 18ff, wo von dem Leichnam der trojanischen Helden Hektor das gleiche ausgesagt wird. Auch in Joh 19,33 bleibt der Körper Jesu im Unterschied zu den Körpern der Mitgekreuzigten unbeschädigt (die Beine werden nicht gebrochen).

2.: In der Erzählung von Absalom (=Jesus) bleibt Absalom in den Ästen einer Eiche hängen (hängen = gekreuzigt werden), der herbeigerufene Joab (=Pilatus) tötet ihn mit drei Speeren. Das Motiv des Speers im Körper Jesu kehrt in Joh 19,34 wie­­der.

Antipas betrauerte den Tod seines Freundes heftig. Texte zum Tod Jesu: Mk 11-15 par; Ant 18,4,1; 19,1,13; 2 Sam 18-19; 1 Kön 13, 24-30.

5.2.23.
Der Platzhalter im Markusevangelium für das Geschehen am Garizim ist die Verklärungsgeschichte (Mk 9,2-13), die manche Ausleger mit einem gewissen Recht für eine Oster­erzählung halten.

Jesus geht mit den großen Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg, die Jünger sehen Jesus in die jenseitige Sphäre versetzt im Gespräch mit Mose und Elia.

Eine göttliche Stimme aus der Wolke bestätigt Jesus als den Gottessohn, den die Christen hören sollen. Hier ist die Deutung des Kreuzes­geschehens schon integriert, die in der historischen Wirk­lich­keit erst noch erarbeitet werden musste.

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