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5.2.17.
Während der armenischen Krise suchten die Bürger von Caesarea Philippi, dessen Fürstenthron durch den Tod des Philippus 33 n. Chr.

Qumran-Höhlen
Qumran-Höhlen

verwaist war, einen Nachfolger für ihren verstorbenen Fürsten. Ihre Wahl fiel auf den in der Verbannung lebenden Jesus, den Ex-Statthalter von Galiläa, den die Bürger als treusorgenden Landesvater in Erinne­rung hatten.

So wurde Jesus aus Tyros zurückgeholt und zum desig­nierten Fürsten von Caesarea Philippi, im damaligen Sprach­gebrauch zum Gesalbten, zum Messias. Die Bürger von Caesarea Philippi verbanden mit dieser Wahl die Hoffnung auf eine rom-unabhängige Politik an der Seite der parthischen Großmacht, Mk 8,27-30 par.

In der späteren Überlieferung wurde daraus das Messias-Bekenntnis, und Petrus, dem Sprecher der Jünger, wurde die Aus­rufung Jesu zum Messias in den Mund gelegt. Aber 35 n. Chr. gab es den Jünger Petrus noch nicht.

Im Alten Testament kann Jesus nicht zum Messias, wohl aber zum Gesalbten, zum designierten König von Israel gemacht werden. Das geschieht in zweifacher Weise:

1.: Samuel wird von Gott beauftragt, nach Sauls Verwerfung den jugend­lichen David zum König zu salben.

2.: Im Bericht über die Freund­schaft des Königssohnes Jonathan mit David heißt es, Jonathan über­gab die Symbole der Königsmacht an David. 1 Sam 16,13; 18,4.

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